Philosophie

Was es ist

 

Es ist Unsinn

sagt die Vernunft

Es ist was es ist

sagt die Liebe

 

Es ist Unglück

sagt die Berechnung

Es ist nichts als Schmerz

sagt die Angst

Es ist aussichtslos

sagt die Einsicht

Es ist was es ist

sagt die Liebe

 

Es ist lächerlich

sagt der Stolz

Es ist leichtsinnig

sagt die Vorsicht

Es ist unmöglich

sagt die Erfahrung

Es ist was es ist

sagt die Liebe

 

Erich Fried (1921-1988)

 

Einladung

 

Es interessiert mich nicht, womit du deinen Lebensunterhalt verdienst.

Ich möchte wissen, wonach du innerlich schreist und ob du zu träumen wagst,   

der Sehnsucht deines Herzens zu begegnen.

 

Es interessiert mich nicht zu erfahren, wo du lebst und wie viel Geld du hast.

Ich will wissen, ob du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer

und der Verzweiflung, erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen,

und tust, was für die Kinder getan werden muss.

 

Es interessiert mich nicht, wie alt du bist.

Ich möchte wissen, ob du es riskierst, wie ein Narr auszusehen,

um Deiner Liebe willen, um deiner Träume willen

und für das Abenteuer des Lebendigseins.

 

Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen.

Ich will wissen, ob du den tiefsten Punkt deines eigenen Leids berührt hast,

ob du geöffnet worden bist von all dem Verrat, Missbrauch und Gewalt

oder ob du zusammengezogen und verschlossen bist

aus Angst vor weiterer Qual.

Ich will wissen, ob du mit dem Schmerz – meinem oder deinem – dasitzen kannst,

ohne zu versuchen, ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen.

Ich will wissen, ob du mit der Freude – meiner oder deiner – da sein kannst,

ob du mit Wildheit tanzen und dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst,

von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen,

zur Vernunft und die Grenzen des Menschseins zu bedenken.

 

Es interessiert mich nicht, wo und was und mit wem du gelernt hast.

Ich will wissen, was dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt.

Ich will wissen, ob du allein sein kannst und in den leeren Momenten

wirklich gern mit dir zusammen bist.

 

Es interessiert mich nicht, wer du bist und wie du hergekommen bist.

Ich will wissen, ob du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst

und nicht zurückschreckst.

 

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die du erzählst, wahr ist.

Ich will wissen, ob du jemanden enttäuschen kannst, um dir selber treu zu sein.

Ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht deine eigene Sache verrätst.

Ich will wissen, ob du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig.

Ich will wissen, ob du Schönheit sehen kannst,

auch wenn es nicht jeden Tag schön ist,

und ob du dein Leben aus Gottes Gegenwart speisen kannst.

Ich will wissen, ob du mit dem Scheitern – meinem oder deinem – leben kannst

und trotz alledem am Rande des Sees stehen bleibst und zum Silber des  

Vollmonds und rufst:  „Ja!“

 

Oriah Mountain Dreamer, Toronto

(Übersetzung: Sabine Jost)

 

>Ich liebe dich wie du bist,

während du auf der Suche bist nach deiner eigenen besonderen Art,

mit der Welt um dich herum in Beziehung zu treten.

 

Ich ehre deine Entscheidungen,

auf welche Weise du deine Lektionen lernen möchtest.

Ich weiß, dass es wichtig ist,

dass du genau der Mensch bist, der du sein möchtest und nicht der,

den ich oder andere erwarten.

 

Es ist mir klar, dass ich nicht weiß, was für dich das Beste ist,

obwohl ich manchmal meine, es zu wissen.

Ich war nicht dort, wo du warst.

Und ich habe das Leben nicht aus deinem Blickwinkel gesehen.

 

Ich weiß nicht, welche Lernaufgaben du dir ausgesucht hast,

noch wie und mit wem du sie lösen möchtest,

noch welche Zeitspanne du dir dafür vorgesehen hast.

Ich habe nicht aus deinen Augen geblickt.

Wie könnte ich also wissen, was du benötigst.

 

Ich lasse dich durch die Welt gehen,

ohne deine Gedanken und deine Handlungen

in Gedanken und Worten zu beurteilen.

Die Dinge, die du sagst oder tust,

betrachte ich nicht als Irrtum oder Fehler.

Von meinem Punkt aus sehe ich, dass es vielerlei Möglichkeiten gibt,

die verschiedenen Seiten unserer Welt

zu betrachten und zu erfahren.

 

Ich akzeptiere rückhaltlos jede deiner Entscheidungen

in jedem beliebigen Augenblick.

Ich fälle keinerlei Urteil,

denn wenn ich dir dein Recht auf deine Entwicklung abspräche,

so würde ich damit dasselbe auch mir und allen anderen absprechen.

 

Jenen, die einen anderen Weg wählen als ich,

auf den ich vielleicht nicht meine Kraft und Energie lenken würde,

werde ich doch niemals die Liebe verweigern,

die GOTT in mich gesenkt hat,

damit ich sie der ganzen Schöpfung schenke.

 

Wie ich dich liebe, so werde auch ich geliebt.

Was ich säe, das werde ich ernten.

 

Ich gestehe dir das universale Recht auf freie Entscheidung zu,

auf deinem eigenen Pfad zu wandeln und voranzuschreiten

oder eine Weile auszuruhen, je nachdem,

was für dich gerade das Richtige ist.

 

Sandy Stevenson

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Aufstellungsarbeit 2017

 

21.01.2017 

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18.03.2017

06.05.2017

 

 

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